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Oxalsäurebeimischung - Sinn oder Unsinn?

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05 Aug. 2008 21:44 #1 von Lars
sagt mir mal was zum Thema Oxalsäure.

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05 Aug. 2008 22:27 #2 von LOON
Hi Lars!!!

Meister der Chattiquette ;-)

Wenn du nicht gerade ein Rhabarberfeld zum ausquetschen uebrig hast, oder aehnliche Bezugsquellen, bleib doch bei Schwefelsaeure.....

ich weiss nicht wo der Vorteil liegen sollte:

Schichtdicken:
Gleichstrom-Schwefelsäure-Verfahren (GS-Verfahren) t=5 µm …30 µm Gleichstrom-Oxalsäure-Verfahren (GX-Verfahren) t=10 µm …18

Preis:
Wie gesagt, wenn du nicht gerade den direkten Bezug hast (Imker etc.)....zu teuer....ein 30 l Fass Schwefelsaeure bekomm ich preiswerter...

Alle FAQ's, Downloads, Anleitungen etc. sind auf das GSV abgestimmt......es funktioniert sehr gut......also warum das Rad neu erfinden???

Just my 2 cents

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05 Aug. 2008 23:50 #3 von Lars
ähm tut mir leid für die Form Fehler ^^

ich hab aus einer quelle x gehört das eine gewisse menge dieser substanz pro liter schwefelsäure gemisch bessere schichten/oberflächen erzeugen?!?

oder hat das zeug so wie du schon schreibst nur einfluss auf die schicht dicke?

deswegen auch die überschrift sinn oder unsinn^^

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07 Aug. 2008 12:52 #4 von Lars
Christoph kannst du da zu noch was sagen?

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07 Aug. 2008 17:20 #5 von Christoph Drube
Hi Lars!

Ja - kann ich ;-)

Also: grundsätzlich *kann* Oxalsäure die Schichthärte etwas verbessern. Allerdings verschlechtert sich das Farbaufnahmevermögen der Schicht bei Zumischung von Oxalsäure drastisch und insbesondere erhält die Schicht selbst eine sog. Eigenfärbung (das sind Braun- bis Bronzetöne - ältere Fensterrahmen sind oft so eingefärbt).

Letztendlich hängen die Vorteile spezieller Elektrolytmischungen sowieso immer von der verwendeten Legierung ab - Oxalsäure kann also auch von der Härte her bei falscher Legierungswahl durchaus kontraproduktiv sein.

Reine Schwefelsäure ergibt, wenn man von möglichst vielen verwendbaren Legierungen ausgeht, das beste Ergebnis bei geringstem Aufwand. Insbesondere gibt es bei Schichten, die eingefärbt werden sollen, nichts Vergleichbares.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

P.S.: Ich habe den Titel etwas aussagekräftiger gestaltet.

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07 Aug. 2008 19:53 #6 von Lars
Hallo Christoph
ich hätte jetzt gedacht das die Farben dadurch heller werden weil das zeug unteranderem ja auch als bleichmittel benutzt wird.
um so heller das alu um so heller auch die Farbgebungen.

aber wenn du sagst es hat gegenteilige wirkung macht es wohl keinen sinn.

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08 Aug. 2008 08:06 #7 von Christoph Drube
Hallo Lars,

die Verwendung von Oxalsäure in der Anodisation geschieht nicht wegen der bleichenden Wirkung - es ist genau anders herum: man versucht, so wenig Oxalsäure wie möglich ins Farbbad zu schleppen.

Die eventuelle Eigenfarbe der Schicht beruht *nicht* auf bleichbaren Farbstoffen - das sind ausschließlich Metalloxide/hydroxide etc. die fest verankert sind.

Ansonsten heisst bleichen immer: Zerstörung von Farbstoffmolekülen! (hauptsächlich durch Aufbrechen von Doppelbindungen/Mesomeriestrukturen)

Ein Einsatz zu diesem Zweck wäre also genau das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Drube
Electronic Thingks

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