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Hallo Matthias, das bedeutet, dass sich oberflächlich sog. lokale Elemente bilden, die dann für eine Abgabe von Ionen der Legierungsbestandteile (hauptsächlich Eisen, Chrom, Nickel) sorgen. Diese Schwermetalle "vergiften" wortwörtlich Anodisierbäder, weil sie schon in kleinsten Mengen zuverlässig die Schichtbildung behindern. Daher raten wir auch von (Edel-)Stahlgestellen - aucvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! ich würde aus unserer Erfahrung heraus keine Edelstahlbehälter für das Anodisierbad verwenden. Diese sind nicht langzeitstabil und je nach Legierungszusammensetzung entstehen sehr schnell lokale Elemente, die zur Schwermetallkontamination und damit zur baldigen Zerstörung des Bades führen. Übriegns wurden früher mit Blei ausgeschlagense Stahlbehälter genommen - mittlerweile nvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo Matthias, sorry für die verspätete Antwort - wir stecken im Moment in der Umstellung der alten auf eine komplett neue Seite und da gibt es viel Arbeit (die komplette Datenbank/Forenmigration bspw.). zu 1.) Macht es einen Unterschied wie weit das Objekt von der Kathode weg ist? Er sollte nicht zu klein sein (immer auf die Werkstückgröße bezogen). Zum einen muss die Säure gut zvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Wulf: Einmal zwischendrin bewegt sich ein Teil auf eine Bereits eloxalbeschichtete Stelle, ist der Kontakt doch weg. Genau. Daher ist es wichtig, dass das Schüttgut so geklemmt wird, dass es sich später nicht mehr bewegt. Meist wird der Korb länger und gründlich gerüttelt, so dass die Teile sich selbst immer mehr kompaktieren, es gibt aber auch Körbe mit "Deckeln", dvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Grundsätzlich wird das Titan sein, denn auch Titan lässt sich ja anodisieren und je nach Spannung ergibt das verschiedene Färbungen der Oberfläche. Allerdings sollte das schon länger dauern. Vielleicht ist das Titan doch nicht so rein wie vom Verkäufer versprochen. Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! So wie es aussieht (Ferndiagnosen sind immer schwierig), erhitzt sich die Kontaktstelle sehr stark - daher die "Schweifbildung" durch zu heiße, aufsteigende Säure. Das passiert üblicherweise durch einen hochohmigen Übergang, sprich nur punktuell greifende Gewinde. Meine Vermutung wäre, dass sich durch die starke Erwärmung die mechanische Vorspannung entsprechend lockevon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo Wulf, das wird elektrolytisch schwer bis unmöglich - solche extrem legierten Werkstoffe neigen dabei extrem zum Kippen hin zur Beizung. Da bleibt fast nur chemisches Glänzen (eine üble Sauerei), wobei selbst die an ihre Grenzen kommen dürfte. Solche nichtmechanischen Verfahren leben von einer hohen Reinheit der Legierung - elektrolytische noch mehr als chemische. Leider :-/von Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo Riba, Ja, der Harteloxalzusatz lässt sich auch für "normale" (=dekorative) Anodisierungen verwenden. Er erspart einem sozusagen ein zweites Bad mit verminderter Säurekonzentration und tieferen Temperaturen (für technische Schichten). Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Wulf: Wie ich festellen musste ist die Farbe Türkis wohl nicht mit dem richtigen PH Wert nach dem ansetzen. Herr Drube können Sie das bei Ihnen im Shop noch als Info ergänzen. In der TM-1 sind tabellarisch alle Farbstoffe aufgelistet - dort findet man auch den Hinweis, dass bei Türkis (und auch Grau) aufgrund des Eigen-pHs eine Pufferung zwingend notwendig ist. Aber ich werde das nochmvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Der Zusatz ist nicht hygroskopisch. Soweit ist er vollkommen in Ordnung. Bei längerer Lagerung verfestigt er sich, lässt sich aber sehr leicht wieder zerdrücken. Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! ja, das ist ein immerwährendes Ärgernis und beim mittlerweile oft vorhandenen "Billigalu" ("hauptsache, es rostet nicht und ist leicht") ein großes Problem. Wenn man darauf angewiesen ist, sollte man sich immer die Analysezertifikate zeigen lassen. Bei größeren Mengen ist das sowieso Pflicht - ebenso wie eigene Messungen, bspw. durch eine Röntgenfluoreszenzavon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Beizen ist da schon das Mittel der Wahl. Das lässt einem zumindest die Option, den Prozess des Abtragens zu überwachen. Es gibt basische Beizen in gelierter Form. Man kann sich so etwas aber auch selbst aus Ätznatron und einem stabilen Geliermittel herstellen. Mit Feinmakulatur (im Prinzip Cellulosekleister + Altpapier) geht das ganz ordentlich: zuerst die Natronlauge ansetzenvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Wie Rudi schon schrieb: auch die 15% sind schon recht nah an der idealen Konzentration für dekoratives Anodisieren, wobei +/- 2% nicht entscheidend sind (viel wichtiger ist die Badtemperatur). Davon abgesehen hat der Gesetzgeber in der Chemiestunde offenbar geschlafen, denn sonst wüsste er, dass man verdünnte Schwefelsäure durch Auskochen des Wassers problemlos (also tatsächlichvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Bei beige/creme wäre es wohl am ehesten Echtbronze in geringer Dosierung. Aber letztendlich wird es nicht heller werden als das darunterliegende Substrat und/oder die Eigenfärbung der Schicht - das muss einem klar sein. Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! genau in der zweiten Frage liegt der Grund: Für Weiss benötigt man reflektierende Pigmente, die sich auf Grund ihrer Größe nicht in die Poren einlagern. Bei einer durchschnittlichen dekorativen Eloxalschicht kann man von etwa 80-100 Mrd. Poren pro cm² ausgehen. Die Eloxalfarbstoffe liegen daher alle in echter Lösung und nicht in Dispersion vor. Man hat lange mit Titandioxidvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Um dem Fehler auf die Spur zu kommen wären einige Angaben wichtig: Welche Legierung wurde gefärbt? Um welches Gelb handelt es sich (Chromgelb / Gelb)? Unter welchen Bedingungen wurde gefärbt (Temperatur, pH-Wert, Dauer)? Mit welchen Zusätzen und wie wurde verdichtet? Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Wir verwenden ausschließlich Grade 1. Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Es ist aus der Ferne schwer zu beurteilen, welche Ursache zu den weißlichen Ausfällungen führt, ich würde aber auf Reste aus der Vorbehandlung tippen, eventuell Reaktionsprodukte von Titan (das vom Strahlen her rührt). Um die Fehlerursache einzugrenzen würde ich zuerst Durchläufe mit Reinaluminiumblechen ohne Vorbehandlung durchführen. Eventuell könnte man auch die Umwälvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Ein genaues Mindestverhältnis existiert nicht - zu unterschiedlich sind die Geometrien der Bauteile und Bäder/Gestelle. Bewährt hat sich in der Praxis die Faustformel "Oberfläche der Bauteile" = "Oberfläche Kathodenblech/2", wobei das für Bleche gilt, die seitlich an der Behälterwand hängen. Dadurch ist fast nur die Seite der Kathoden relevant, die nach invon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! tyllurius: ich habe letztes Wochenende das erste Mal versucht mit zweistufigem Sealing zu arbeiten. Die Teile wurden türkis gefärbt, dabei sind mir beim Bad mit dem Sealsalz die Teile leicht ausgeblutet, d.h. das Bad wurde leicht bläulich. Nun sollte das Sealsalz ein Ausbluten ja verhindern, wobei ich mir vorstellen könnte dass ein ganz leichtes Ausbluten nie zu verhindern ist. Dahevon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Nein, das hat nichts mit dem Werkstückmetall zu tun. Der Autor des Artikels hat offenbar noch nie selbst anodisiert, denn sonst hätte er seinen Fehler erkannt. Der Begriff "Anodising" kommt ja gerade daher, dass die Werkstücke anodisch (also am Plus-Pol) geschaltet sind. Das ist auch von den Redox-Reaktionen her schlüssig, denn Sauerstoff scheidet sich an der Anode avon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Es gibt Verfahren, die direkt im Anodisierbad eine gefärbte Schicht erzeugen. Allerdings haben die dann wieder andere Nachteile: die Farbsättigung hängt von der Schichtdicke ab, mehrfarbige Färbungen nicht nicht möglich - und man benötigt natürlich trotzdem für jede Farbe ein eigenes Bad. Zusätzlich lässt die Brillanz der Farben zu wünschen übrig. Man kann prinzipiell mitvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Wie genau wurde das Bauteil im Anodisierbad eingehängt? An ein Netzteil- bzw. Stromflussproblem glaube ich eher nicht. Mir sieht das nach thermischer Ursache aus. Am besten mal ein Foto vom ins Säurebad eingehängten Teil machen. Dann kann man eventuell weiteres sagen. Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Vielleicht noch als Ergänzung dazu: Beim Hartanodisieren erhöht man gerne mal den Strom auf 4-5A/dm², um die Prozessdauer erträglich zu halten - aber eben mit den entsprechenden Nachteilen des hohen Wärmeeintrags in das Bad und der nötigen hohen Spannungen. Industriell werden solche Bäder daher auch massiv umgewälzt und gekühlt, um die Wärme von der Schicht wegzubringen.von Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Kofler: Wenn man die Aluminium Kühlleitungen als Kathode schaltet, steht dann nicht das Kühlaggregat unter Strom? Oder verstehe ich da etwas falsch? Ja, man legt eine (sehr geringe) Spannung zwischen Kathode und Anodengestell - 1-2 Volt reichen. Es muss soll verhindert werden, dass Aluminium in Lösung geht. Da das Kühlaggregat aber Kathodenpotenzial nur gegenüber der Anode hatvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Nein, so eine Formel gibt es leider nicht. Dafür fließen einfach zu viele Faktoren in die Schichtbildung ein. Wobei verschiedene Temperaturen nicht nur zu unterschiedlichen Schichtstärken führen, sondern auch ganz erheblichen Einfluss auf den Schichtaufbau, -härte und letztendlich -qualität haben. Deswegen raten wir davon ab, die Badtemperatur quasi als Ersatz für fehlendevon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Wenn überhaupt, dann sollte es Nickelacetat sein. Allerdings fehlen dort dann noch Belagsverhinderer, ph-Puffer usw. Nickelsulfat nimmt man für das Vernickeln. Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo nochmal, HexaCube: Die Idee mit den Alurohren wäre auch nur, wenn überhaupt, als Übergangslösung gedacht, bis ein bisschen mehr Geld für Titan übrig ist. Das Herausnehmen und Abwaschen sollte dahingegen kein Problem darstellen, unschön wäre es nur wenn da nach wenigen malen ein Loch drin ist und die Kühlflüssigkeit unbemerkt austritt. So schnell sollte es dann doch nicht gevon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! eloxiertes Aluminium ist leider nicht dauerhaft säurebeständig - wenn man also Aluminium verwendet, dann muss die Kühlung nach dem Beenden entfernen oder durch eine beständige Beschichtung schützen, bspw. durch eine Gummierung (was dann aber wieder den Wirkungsgrad deutlich herabsetzt und anfällig für Risse durch Gestell-/Teilekontakt ist). Im industriellen Umfeld wurden oftmavon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising
Hallo! Eine sehr schöne Oberfläche, tolle Arbeit - unser Kompliment! Es wäre schön, wenn Du noch etwas zu den Farben/Konzentrationen schreiben könntest. Oft wird das Forum auf der Suche nach passenden Farbtönen durchstöbert. Wenn man da zumindest ungefähre Angaben hat, ersparen sich die Leute Vorversuche :-) Mit freundlichen Grüßen,Christoph DrubeElectronic Thingksvon Christoph Drube - Eloxieren - Anodising